Presse

„Friedvolle Pädagogik“ – Vortrag von Dr. Anke Elisabeth Ballmann begeistert über 200 Fachkräfte

Rund 200 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer versammelten sich am Dienstag, den 14. Oktober, an der Kommunalen Fachakademie für Sozialpädagogik des Landkreises Hof in Ahornberg, um den Fachvortrag „Friedvolle Pädagogik“ von Dr. Anke Elisabeth Ballmann zu erleben. Das Publikum setzte sich aus Erzieherinnen und Erziehern verschiedener Einrichtungen aus Hof, dem Landkreis Hof, Wunsiedel und Kulmbach, Studierenden der Fachakademie, Schülerinnen und Schülern der Berufsfachschule für Kinderpflege sowie zahlreichen Lehrkräften zusammen.

Als Referentin konnte mit Dr. Ballmann eine beeindruckende Persönlichkeit der pädagogischen Fachwelt gewonnen werden. Seit fast drei Jahrzehnten setzt sich die Pädagogin, Psychologin und Autorin für kindgerechtes Lernen und eine gewaltfreie Erziehung ein. 2007 gründete sie das Institut „Lernmeer“, das pädagogische Fachkräfte und Eltern berät, fortbildet und begleitet. Seitdem hat sie über 10.000 Fachkräfte in ihrer professionellen Entwicklung unterstützt. In den vergangenen zehn Jahren war sie in mehr als 1000 Kindertagesstätten tätig, um zu beobachten, zu beraten und Schulungen durchzuführen. Darüber hinaus ist sie Gründerin der Stiftung Gewaltfreie Kindheit und lehrt an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Dr. Ballmann ist zudem Autorin zahlreicher vielbeachteter Veröffentlichungen, darunter „Seelenprügel“ (2019), „Gewaltfreie Pädagogik in der Kita“ (2021), „Das Faultier-Prinzip“ (2022), „Worte wie Pfeile“ (2022), „Satt und sauber reicht nicht!“ (2023) sowie der aktuellen Neuerscheinungen „Das Faultierprinzip in der Kita“ und „Faultierweisheiten“ (beide 2025) sowie „Die Krippenlüge“ (2025).

In ihrem Vortrag beleuchtete Dr. Ballmann eindrucksvoll, was eine friedvolle Pädagogik im Kern bedeutet: eine Haltung, die Kinder in ihrer Würde achtet, ihre Bedürfnisse ernst nimmt und sie liebevoll wie klar begleitet. „Friedvolle Pädagogik ist keine rosarote Welt ohne Konflikte“, betonte sie, „sondern ein respektvoller und achtsamer Umgang – gerade in schwierigen Situationen.“

„Friedvolle Pädagogik“ – Vortrag von Dr. Anke Elisabeth Ballmann

Mit Beispielen aus ihrer Praxis zeigte die Referentin,

  • welche Formen subtiler Gewalt im pädagogischen Alltag häufig unbemerkt bleiben,
  • wie sehr Sprache, Blickkontakt und kleine Gesten das Selbstwertgefühl eines Kindes prägen,
  • warum eine friedvolle Pädagogik nicht nur den Kindern, sondern auch den Erwachsenen guttut,
  • und wie eine veränderte Haltung das gesamte Miteinander in Einrichtungen positiv beeinflussen kann.

Der Vortrag bot viele Denkanstöße für alle Anwesenden, die tagtäglich mit Kindern arbeiten. Dr. Ballmann machte deutlich, dass friedvolle Pädagogik kein Konzept, sondern eine innere Haltung ist – eine Haltung, die Mut, Bewusstsein und Reflexion erfordert, um Kinder in ihrem Wachstum wirklich zu schützen und zu stärken.

Wir danken Frau Dr. Ballmann für einen inspirierenden Nachmittag, der weit über die Fachakademie hinaus nachwirken dürfte.

– Kerstin Heierth –

Abschiede und Emotionen

Am Dienstag, 29. Juli 2025 hieß es wieder Abschied nehmen an der Kommunalen Fachakademie für Sozialpädagogik des Landkreises Hof in Ahornberg. Mit einem bunten Rahmenprogramm wurden in diesem Jahr aber nicht nur insgesamt 54 frischgebackene Erzieherinnen und Erzieher entlassen, sondern es wurde auch eine Kollegin verabschiedet, die viele Jahre die Fachakademie als stellvertretende Schulleiterin mitgeprägt hat, wie kaum eine andere.

Unter dem Motto „Red Carpet“ wurde den Absolventinnen und Absolventen im wahrsten Sinne des Wortes der rote Teppich ausgerollt Und das wahrlich verdient, denn immerhin zehn neue Erzieherinnen und Erzieher starten mit einem Traumergebnis von 1,5 oder besser in ihre berufliche Zukunft. Zudem haben insgesamt 30 zusätzlich das Fachabitur erworben und halten sich so die Möglichkeit offen die abgeschlossene Ausbildung durch ein Studium zu ergänzen.

Nicht nur die Schulleiterin Birgit Koch, sondern auch Landrat Dr. Oliver Bär würdigten den Fleiß, die Leidenschaft und das Engagement und hoben in ihren Ansprachen die besondere Bedeutung der Erzieherinnen und Erzieher als Architekten der Zukunft in unserer Gesellschaft hervor. Sie sind es, die die nächsten Generationen begleiten und fördern werden und vielleicht für manches Kind oder Jugendlichen in ihrer Berufslaufbahn zum wahren Helden werden.

Neben den warmen und wertschätzenden Worten durch die beiden ersten Redner an die Absolventinnen und Absolventen, sprach auch Herr Daniel Hahn stellvertretend für die Praxisanleitungen der Einrichtungen einige Worte des Dankes und der Anerkennung aus. Abschließend ließen es sich die Klassensprecher der beiden Abschlussklassen nicht nehmen ihrerseits einige Erfahrungen und Erlebnisse aus der Ausbildung in einer humorvollen Rede mit dem Publikum zu teilen.

Abschied nehmen hieß es auch nach 23 Jahren an der Fachakademie für die langjährige stellvertretenden Schulleitung der Fachakademie für Sozialpädagogik in Ahornberg Sigrid Merz. Sie prägte die Fachakademie in Ahornberg von Beginn an entscheidend mit und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Fachakademie „ein Ort des Lernens, des Verstehens, des Wohlfühlens und der Freundschaft geworden ist. Dafür dankt dir die ganze Schulfamilie von ganzem Herzen.“, sagten Thea Wachter, die ehemalige Schulleiterin, und deren Nachfolgerin Birgit Koch. Auch Landrat Dr. Oliver Bär und der Bürgermeister Matthias Döhla dankten Frau Merz nochmals explizit für ihr Engagement, für all das, was sie für Konradsreuth und die Ahornberger Schulen geleistet hat und das Herzblut, welches sie speziell auch in die Fachakademie investiert hat.

Absolventen und Absolventinnen mit Fachhochschulreife
Absolventinnen und Absolventen mit Fachhochschulreife

Umrahmt wurde die Veranstaltung durch musikalische Darbietungen der Schulband, der Percussiongroup, der Gitarren – und Stabspielgruppen sowie des Chores der Fachakademie für Sozialpädagogik. Auch die Tanz- und Akrobatikgruppe begeisterte die Gäste mit ihrem Können. Im Anschluss an den offiziellen Teil klang der Abend bei Gesprächen und dem Austausch von Erinnerungen langsam aus. Ein Dank geht hier für das leibliche Wohl an „Caterina“-Partyservice für das tolle Buffet, Frau Steiner, Frau Petrosian und Frau Döring für die Unterstützung beim Gebäck sowie an alle helfenden Hände, die diese Veranstaltung zu einem tollen Ereignis mit vielen bleibenden Erinnerungen gemacht haben.

– Birgit Koch –

Banner für Frieden und Toleranz

Klassenfahrt nach Chemnitz zum Schuljahresende der FAKS 2

Kultur verbindet Menschen: Inhaltlich und künstlerisch beeindruckende Banner waren Highlights der beiden Klassenfahrten nach Chemnitz (Kulturhauptstadt Europas 2025), die der zweite Jahrgang der Fachakademie für Sozialpädagogik Ahornberg am 1. Juli unternahm.

Klassenfahrt nach Chemnitz - beeindruckende Banner

Gemeinsam mit ihren beiden Klassenlehrerinnen Kerstin Orzechowski und Carmen Henning sowie ihrem Pädagogik- und Methodenlehrer (PML) Gerhard Tröger, fuhren die Studierenden morgens mit dem Bus bei strahlendem Sonnenschein nach Chemnitz.

Der erste Zwischenstopp wurde am Hartmannplatz eingelegt: Dort besichtigten die Studierenden mit ihren Lehrkräften die Banner, ein Jugend-Kunstprojekt für Frieden und Toleranz. Die in Workshops gestalteten Friedensbanner wurden seit 2013 im Rahmen der Bürgerinitiative© erstellt. Verschiedene Schulen beteiligen sich seit diesem Jahr an dem Projekt. Die erstellten Banner werden stets an den Fassaden der Schulen sowie in der Schule am Hartmannplatz eindrucksvoll präsentiert.

Gerald Richter, einer der Hauptinitiatoren des Projekts, gab im Rahmen einer Führung anschaulich Auskünfte über die Entstehung des Projektes, die Hintergründe sowie die künstlerische und inhaltliche Umsetzung und Gestaltung der Banner. Ein tolles Projekt, welches hoffentlich über die Grenzen von Chemnitz hinaus Schule macht.

Nach diesen besonderen Eindrücken wurde in Kleingruppen individuell die Stadt besichtigt. Einige Studierende zog es, wegen der heißen Temperaturen, an den Schlossparkteich. Danach ging’s den Schlossberg hinauf, um die Schlosskirche und das Schlossviertel mit den schönen alten Fachwerkhäusern zu bewundern.

Andere Studierende verbrachten ihre Zeit in der Innenstadt, rund um den Marktplatz und das alte und neue Rathaus, wo viele kleine Cafés und Läden zur Einkehr und zum Bummeln einladen. Trotz der heißen Temperaturen verbrachten die Studierenden einen sehr schönen Tag in Chemnitz, der Kulturhauptstadt Europas 2025!

Kerstin Orzechowski, Klassenleitung FAKS 2A