AOK-GESUNDHEITSAKTION „TIGER-KIDS“
„Ran an den Speck“ im Kindergarten
Für mehr Fitness: Mit viel Bewegung und gesunder Ernährung sollen die Pfunde purzeln

 




 



Für die angehende Erzieherin Dorothee Wich ist ein gesundes Pausenbrot wie bei den „Tiger-Kids“ Gewohnheit FOTO: R. D.

 

 

Viel Arbeit wartet auf die angehenden Erzieherinnen und Erzieher der Fachakademie für Sozialpädagogik, Ahornberg: Sie werden in den nächsten Wochen im Rahmen der AOK-Gesundheitsaktion „Tiger-Kids“ in 22 Kindergärten die Mädchen und Jungen messen und wiegen.

AHORNBERG – AOK-Ernährungsberaterin Tanja Mäusbacher versorgte die 27 jungen Frauen und ihre männlichen Kollegen mit Waagen und Arbeitsmaterial. Die Aktion „Tiger-Kids – Kindergarten aktiv“ ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Kindergesundheit und der AOK-Bayern, das mit dem begonnenen Kindergartenjahr über drei Jahre läuft. „Bewusste Ernährung und gezielte Bewegung sind schon im Kindergarten wichtig, da das Ernährungsverhalten in den ersten Lebensjahren entscheidend geprägt wird“, betonte Tanja Mäusbacher.

Tiger-Rennen“

Zielgruppe sind Mädchen und Jungen im Alter zwischen drei und sechs Jahren. Mit „Tiger-Kids“ will man eine von den Eltern ausgewogen zusammengestellte Pausenverpflegung für den Kindergartenaufenthalt erreichen. Dabei sind natürlich kalorienarme Getränke zu bevorzugen. Gleichzeitig soll der Verzehr von Obst und Gemüse gesteigert werden und natürlich die „Bewegungsaktivität“.

Das Programm sieht ein zwölf Wochen umfassendes Bewegungsmodul mit drei Bewegungsstunden pro Woche vor, das sich immer wieder wiederholt. Der Ernährungsteil läuft das gesamte Kindergartenjahr. Es startet mit der „kleinen Lok“, dem Kennenlernen der einzelnen Nahrungsmittel, dem sich das „Tiger-Rennen“ anschließt, der Bewertung des mitgebrachten Pausenbrotes.

Um die Auswirkungen der Aktion festzustellen, werden die Kindergartenkinder in der nächsten Zeit gemessen und gewogen. Die angehenden Erzieherinnen nehmen dann zum Ende des Kindergartenjahres im Juni nächsten Jahres eine erneute Messung vor.

Tanja Mäusbacher sagt: „Wir wollen sehen, wie sich der Body-Mass-Index verändert.“ Dieser müsste zumindest gleich bleiben oder sinken. „Neun Prozent der Kinder im Kindergartenalter haben Übergewicht.“ Die ermittelten Daten werden dann – natürlich anonymisiert – von einem Forschungszentrum in Karlsruhe und der Universität für Jugendmedizin in München ausgewertet. R. D.