Absolventen als Wegbereiter

Die Fachakademie und das Sozialpädagogische Seminar des Landkreises in Ahornberg feiern Abschied. Für die Schüler beginnt nun der Ernst des Lebens.

Ahornberg – „Padwalker – Wegbereiter, Wegbegleiter“ war das Motto der Abschiedsfeier der Fachakademie für Sozialpädagogik (FAK SP) und des Sozialpädagogischen Seminars (SPS) des Landkreises Hof in Ahornberg. Damit würden die Absolventen ihre künftige Aufgabe treffend beschreiben, stellten die Schulleiterinnen Thea Wachter und Sigrid Merz in ihrer Ansprache an die Absolventen der FAK und des SPS fest.

Bisher seien die Absolventen von ihren Eltern, Freunden, Lehrern oder Praxisanleitern auf ihrem Weg begleitet worden, künftig würden sie selbst junge Menschen begleiten. „Wie soll aber der Weg aussehen, den ihr für andere bereitet? Sollen sie auf möglichst breiten, ebenen Wegen gehen? Wollt ihr ihnen alle Steine aus dem Weg räumen?“ Dieser einfache Weg sei aber nicht immer der richtige für Kinder und Jugendliche. Sie sollten auch lernen, dass man ein Stück seines Weges alleine finden muss. Leider hätten nicht alle Kinder einen Wegbegleiter in ihren Familien, der für sie die richtige Schule findet oder ihnen Orientierung für eine berufliche Ausbildung gibt. Es lasse sich aber auch feststellen, dass Kindern und Jugendlichen heute weniger zugetraut wird als früher. Ein Wegbegleiter sollte Kindern und Jugendlichen zeigen, wie sie mit Problemen umgehen können, wie sie zu jemandem stehen, ihm helfen und ihn unterstützen können. Sie sollten ihnen Sicherheit vermitteln, ein Vorbild sein und mit ihnen gemeinsam Momente und Gefühle teilen.

Die Sprecher der drei Klassen beschrieben die Jahre in Ahornberg als „anspruchsvoll, schön und erlebnisreich.“ Sie hätten gemeinsam viele Höhen und Tiefen gemeistert.

Die Absolventen des SPS machen nun den nächsten Schritt und besuchen die FAK oder gehen als Kinderpfleger in Einrichtungen. Für die Studierenden der FAK beginnt jetzt das Berufspraktikums-Pflichtjahr.

Gemeinsam mit dem stellvertretenden Konradsreuther Bürgermeister Theodor Gemeinhardt zeichneten die Schulleiterinnen dann die Klassenbesten aus. Für die besten Notendurchschnitte wurden Anne Habedank (1.36/FAK 2A), Lisa Schrenker (1,44/SPS) und Sabrina Engelbrecht (1,57/FAK 2B) geehrt.

Die Absolventen und die Nachfolgeklassen hatten für die Feier ein großartiges Rahmenprogramm mit Chören und Tänzen zusammengestellt, aus dem der Beitrag der Mitglieder des SPS herausragte, die in ihren feschen Dirndln zu „Rock mi heut Nacht“ von voXXclub eine kesse Sohle aufs Parkett legten.

Schulleiterin Sigrid Merz, Lisa Schrenker (SPS/1,44), Anne Habedank (FAK 2A/1,36), zweiter Bürgermeister Theodor Gemeinhardt, Sabrina Engelbrecht (FAK 2B/1,57) und Schulleiterin Thea Wachter (von links).

Das letzte Wort gehörte Pfarrer Karl-Heinz Hillermeier. Er berichtete von „Tobi“ aus dem Alten Testament, der auf seiner langen Reise in Raffael einen Wegbegleiter und Wegbereiter hatte. „Tobi“ habe aber gar nichts gewusst von dem Begleiter, denn Raffael sei ein Engel gewesen. Er wünschte den Absolventen, dass sie auf all ihren Wegen von vielen Engeln begleitet werden mögen.

Absolvenen als Wegbereiter
In: Frankenpost, Stadt und Landkreis Hof, 28.07.2017, S. 17

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